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Pressestatement von Viktor Orbán nach seinem Gespräch mit Heinz-Christian Strache, dem Vizekanzler Österreichs

Wir geben im Rahmen eines Auslandsbesuches an einem einzigen Tag sehr selten zwei Pressekonferenzen, und wir werden das auch nicht zur Regel werden lassen. Aber unser heutiger Besuch in Wien ist ein besonderer Fall, denn in Österreich gibt es eine Koalitionsregierung, und die beiden wichtigsten Themen, die Ungarn betreffen, sind die beiden wichtigsten Fragen der österreichisch-ungarischen Beziehungen, die Sicherheit und die Entwicklung der Infrastruktur, und diese gehören gerade zum kleineren Koalitionspartner, zur Freiheitlichen Partei Österreichs. Deshalb möchten wir unseren heutigen Gesprächen unbedingt einen Akzent verleihen, unterstreichend und bekräftigend, dass Ungarn mit all jenen freundschaftliche Beziehungen anstrebt, mit denen wir gemeinsame Ziele haben können. Wir streben mit allen eine freundschaftliche Zusammenarbeit an, die helfen, Ungarn zu verteidigen. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass Österreich und Ungarn gemeinsam geschützt werden können und müssen. Wir sind Österreich dankbar dafür, dass es uns dabei geholfen hat, und auch wir haben versucht, mit dem Schließen der Balkanroute nicht nur uns selbst, sondern auch Österreich zu schützen. Das ändert sich auch in der Zukunft nicht, die Sicherheit Österreichs und Ungarns müssen wir gemeinsam garantieren, deshalb werde ich in dem kommenden Zeitraum bestrebt sein, ein möglichst enges, fachliches und freundschaftliches Verhältnis zwischen den in der österreichischen Bundesregierung für die Sicherheit verantwortlichen Ministern und den entsprechenden Ministern der ungarischen Regierung zu etablieren, damit wir – wenn nötig – im Schulterschluss auftreten können. Unsere Bestrebung ist also, dass die ungarische Regierung mit den Ministern der Freiheitlichen Partei Österreichs vorrangige Beziehungen pflegen soll. Was die Infrastruktur angeht, so freue ich mich, dass heute in Österreich eine Strömung vorherrscht, die die Infrastruktur entwickeln möchte. Das ist eine gute Nachricht für Ungarn. Unserer Ansicht nach liegt hier ungenutztes Potenzial vor uns. Wir sind auch daran interessiert, die Verbindungen zwischen Straßen- und Schienenverkehr zu schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass die österreichisch-ungarische wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Freundschaft der beiden Völker es begründet, dass diese Verbindungen zustande kommen. Im Laufe unseres Gesprächs sind wir hierauf eingegangen und sind übereingekommen, dass sowohl die für die Infrastruktur als auch jene für die Sicherheit verantwortlichen Minister in den kommenden Tagen und Wochen bilaterale Gespräche miteinander führen werden. Ich danke Herrn Vorsitzenden Strache für die Möglichkeit des heutigen Gesprächs.

Ich gratuliere zu Ihrem Wahlerfolg und wünsche den Freiheitlichen und Österreich weitere Erfolge!