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Rede Viktor Orbáns bei der Eröffnung des ungarischen Landespavillons auf der Chinesischen Internationalen Import Expo (CIIE)

Ich begrüße Sie respektvoll. Der Einladung, die ich erhalten habe, kann ich auch in einem einzigen Satz Genüge leisten: Der Pavillon ist hiermit eröffnet!

Die Wahrheit ist, dass wir uns an einem für uns ungewohnten Ort befinden, weil wir den Lärm der Expo hören, der unsere Aufmerksamkeit ablenkt, weshalb wir meiner Ansicht nach dann auf die richtigste Weise verfahren, wenn wir jene Vereinbarungen, die die ungarischen Firmen im Rahmen von Verhandlungen erreicht haben, so schnell wie möglich in einen Zustand bringen, dass sie nicht mehr zurückgenommen werden können. Zuvor möchte ich aber noch jenen, die nicht zusammen mit uns schon jetzt wegfahren und Schanghai an diesem Tag verlassen, sondern noch bleiben, soviel aus der chinesisch-ungarischen Kulturgeschichte in Erinnerung rufen, dass wenn sie hier bleiben, dann sollen sie unbedingt daran denken, dass wenn der Begriff der „ungarischsten Stadt Chinas“ überhaupt einen Sinn macht, dann verdient Schanghai diesen Titel. Schauen Sie sich jene Gebäude an, die ein Sohn unserer Heimat, der in Besztercebánya geborene László Hudec erschaffen hat und von denen einst mehrere hundert in dieser Stadt standen, auch jetzt stehen noch etliche von ihnen. Wenn Sie der Ansicht sein sollten, dass Sie einer gewissen Auffrischung Ihres Nationalstolzes bedürfen, dann ist die Besichtigung dieser Gebäude das beste, was Sie machen können. Ich möchte Ihnen auch mitteilen, dass er nicht der einzige Ungar hier in dieser Stadt war. Während des Ersten Weltkrieges waren viele Ungarn in Kriegsgefangenschaft geraten, meistens wurden sie nach Sibirien gebracht, und die Mutigeren sind von dort geflohen, und die, die geflohen sind, haben den Weg Richtung China eingeschlagen, und unter ihnen kamen auch mehrere Söhne unserer Heimat, die sich später als Wissenschaftler, Künstler und auch Abenteurer erwiesen, hierher nach Schanghai – und deshalb findet sich auf der Seele der Stadt, auf ihrem kulturellen Abdruck auch das Ergebnis ihrer Arbeit.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Über die Beziehungen der beiden Länder hat Péter Szijjártó alles wichtige mitgeteilt. Wir haben einen riesigen Weg zurückgelegt, auch die Entfernung ist riesig, diese Entfernung war nicht nur zeitlich eine riesige, sondern auch räumlich. Meiner Ansicht nach können wir, Ungarn, stolz darauf sein, und besonders jene, die hier Firmen vertreten und deren Arbeit auch in den heutigen Ergebnissen steckt, können stolz darauf sein, dass wir diese politische und wirtschaftliche Leistung, die Überbrückung gewaltiger Entfernungen vollbracht haben, als deren Ergebnis die ungarischen Firmen hier in China ihre Erwartungen erfüllt sehen können.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Was die Zukunft anbetrifft, so möchte ich Ihnen nur soviel sagen, dass ich gestern mit dem Staatspräsidenten der Volksrepublik China eine Unterredung hatte, und wir darin verblieben sind, gemeinsam – die Unterschiede in der Größe unserer Länder sind hier mitgedacht – jene Zukunft zu errichten, in der auch die ungarischen Firmen in China ihren Platz finden werden.

Hiermit eröffne ich den Pavillon. Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg!